Wird jeder Wein mit der Zeit besser?

Wird jeder Wein mit der Zeit besser?

Den vorherrschenden Mythos, dass Wein mit der Zeit immer besser wird, hört man gelegentlich immer wieder. Das stimmt auch bei einigen Exemplaren, allerdings trifft dieses Phänomen längst nicht bei allen Weinen zu. Wir gehen in diesem Beitrag, darauf ein, wie sich die Qualität bei verschiedenen Weinen mit der Zeit verändert.

Die Qualität einiger Weine nimmt - bis zu einem gewissen Grad - tatsächlich mit der Zeit zu. Ganz im Gegenteil sind preiswerte Weiß- und Roséweine, sowie leichte, tanninarme Rotweine besonders anfällig und profitieren von einer primären Fruchtigkeit, welche sich maximal ein bis zwei Jahre hält bevor der Wein hinüber ist. Gute handwerkliche Weine in diesem Bereich können problemlos bis zu vier oder fünf Jahren lagern. Allerdings sollte man beachten, dass Weiß- und Roséweine in der Regel nicht zum Reifen gemacht sind, sondern früh getrunken werden. Natürlich gibt es Ausnahmen wie zum Beispiel deutschen Riesling aus Spitzenlagen. Aufgrund seiner Komplexität von Säure, Zucker, Mineralien und Pigmenten, Tanninen und Geschmacksstoffen kann ein guter handwerklicher Riesling problemlos 20 – 30 Jahre lagern. Nach erst zehn Jahren ist der Wein auf seinem Zenit angekommen und dann am spannendsten zu genießen.

Gute Rotweine aus dem Bordeaux schaffen es sogar weit über 40 Jahre, was an der tiefen Komplexität und Aromen-Struktur liegt. Unsere Messing Weine sind ebenfalls keine Eintagsfliegen, allerdings liegt der Fokus natürlich auf geschmackvollen, handwerklichen Trinkweinen und nicht auf Weinen mit Reifepotential. Dennoch kann unser Crémant mit einer Reifezeit bis zu 10 Jahren und unsere Riesling Selektion mit bis zu 30 Jahren gut mithalten und versprechen langlebigen Genuss.